![]()
Wir feiern Neujahr...
Thai-Massage-Schule in Chian Mai |
[Katrin:] Nachdem ich meine Thai-Massagen-Schulzeit am 07.04. beendet hatte, schmiedeten wir mal wieder Reisepläne!
Seit unseren Vorbereitungen in Deutschland hatten wir den Wunsch, Myanmar zu bereisen. Aus Zeit- und Geldgründen verwarfen wir diese Idee allerdings bereits vor einiger Zeit.
Da ich in von meinen Mitstudenten aber erneut vielversprechende Reiseberichte von diesem Land hörte, entschieden wir uns mal wieder kurzfristig um und erkundigten uns nach den Einreisebestimmungen für dieses angeblich so traumhaft schöne Land: kaju-typisch natürlich 2 Tage zu spät!!
Da das Myanmar-Visum für langere Aufenthalte nicht an der Grenze, sondern bereits zuvor bei der Botschaft beantragt werden muss, machte Juni sich also auf und suchte in Ciang Mai ein Reisebüro, welches sich darum kümmern sollte.
Leider machten uns die Neujahrs-Feiertage einen Strich durch die Rechnung!!
Jawohl, NEUJAHR! – und zwar das buddistische, auch Song Khran genannt! Vom 13.04 – 15.04. feierte Thailand den Beginn des Jahres 2549!! Und da an Feiertagen verständlicherweise auch hier nicht gearbeitet wird, hätte unsere Visa-Beschaffung erst in einer Woche beginnen können.
260 km Visa Ride |
Nun lief uns die Zeit aber langsam davon (unsere Motorräder wollen schließlich endlich bewegt werden), also ließen wir die Myanmar-Idee wieder fallen und entschlossen uns stattdessen, Laos Süden zu bereisen (da es uns im Norden ja schon so gut gefallen hatte).
Da wir noch ein Päckchen von Juni's Schwester und Schwager erwarteten und mir sowieso schon das Herz blutete, bei dem Gedanken Chiang Mai verlassen zu müssen, entschieden wir uns, wenigstens noch ein paar Tage länger in in der Stadt zu bleiben und machten zum 3-ten Mal unseren Visa-Run, da vier Wochen mal wieder um waren (d.h. für einen Tag ein Motorrad mieten, 260 km zur Grenze fahren, aus Thailand ausreisen, nach 5 Minuten Myanmar-Aufenthalt wieder einreisen, mit dem Motorrad wieder 260 km zurück – nach einem Bier erschöpft ins Bett!).
Buddistisches Neujahrsfest Chiang Mai |
Leider entpuppten sich die zusätzlichen Tage in Chiang Mai nicht ganz so nett wie wir sie uns vorgestellt hatten. Es war zwar noch sehr entspannend, aber hauptsächlich deswegen, weil man während der Neujahrs-Feierlichkeiten keinen Schritt vor die Tür setzen wollte!
Ein buddistisches Neujahrsfest darf man sich nämlich nicht so vorstellen wie es bei uns üblich ist - von wegen 'n bisschen (oder 'n bisschen zu viel) trinken, um 0.00 Uhr raus, rumknallen und früh morgens ins Bett -nein, hier wird bereits um zwölf Uhr mittags begonnen (und das auch schon 1 oder 2 Tage vor dem offiziellen Beginn der Festivitäten), ein Eimer Wasser geschnappt, sich in Stellung gebracht, um dann im richtigen Moment den ersten Passanten damit zu überschütten (Ausländer bringen dabei natürlich grundsätzlich mehr Punkte!) .
Die Beschäftigung des gesamten Tages besteht letztendlich darin, den Eimer immer wieder aufzufüllen (am liebsten noch mit durch Eiswürfeln extra stark gekühltes Wasser) und zu entleeren, was schließlich bei Sonnenuntergang endet (danach wird es den Thais zu kalt!). Dieser Ablauf wiederholt sich dann bis zu 6 Tage lang!!
Guest House in Chiang Mai |
Wir hatten zu dieser Zeit tagsüber um die 40C, was wiederum dafür sprach, ab und zu doch mal das Haus zu verlassen.
Allerdings empfanden wir diese Feierlichkeiten, obwohl die Straßen voll waren mit fröhlichen, triefendnassen Menschen, recht schnell langweilig (es gab nicht mal Musik - sprich, auch kein Rumzappeln!), so dass wir das neue Jahr überwiegend zurückgezogen im Guesthouse empfingen (für den Kölner Karneval gibt es eben einfach keinen Ersatz!!!).
Und während wir dort in unserem Zimmer so umherdümpelten, fragte ich mich, ob eine Reise nach Lao, für die wir nur 14 Tage einplanen konnten, nicht ein wenig viel Bus-Reise-Stress bedeuten würde.
So entstand schließlich Reiseplan Nummer 3:
Busfahrt in den Norden Thailands und von dort aus über Lao nach China, um noch ein paar Tage in der Provinz Yunnan zu verbringen (welche uns bei unsere Durchreise im November schon gereizt hatte), bevor wir schließlich in den Zug nach Peking steigen würden.
Danke Gordon! |
Nachdem die Wasser-Spritz-Aktivitäten endlich vorüber waren, bestiegen wir am 16.04. den Bus in Richtung Chiang Saen: mit einer dicken Träne im Auge – Chiang Mai ist uns wirklich ans Herz gewachsen und wir hoffen, eines Tages wieder kommen zu können!
Wir erreichten Chiang Saen am selben Abend (natürlich nicht ohne unterwegs nocheinmal nass zu werden – da wird auch in Bussen nicht zurückgeschreckt! Im Norden beginnen die Festlichkeiten etwas später, so dass wir sozusagen "mit dem Wasser mitfuhren"!).
Von unserem netten, aus Schottland stammenden Guesthouse-Besitzer Gordon in Ciang Mai bekamen wir den Tipp, dass die Möglichkeit bestünde, von Chiang Saen aus mit dem Boot nach China fahren zu können. Da wir von Busfahrten mehr als genug haben (es lebe das Reisen auf dem Mopped!), war diese Info mehr als wertvoll, so dass es nun darum ging, dort ein entsprechendes Boot zu finden.
Weitere Bilder findest du hier: Wir feiern Neujahr...





