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Russland:
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- 1Euro sind 35Rubel (Stand 08/05)
- Ein Liter Super kostet umgerechnet ca. 0,50Euro (Stand 08/05)
- Einen Liter Vodka bekommt man ab 2 Euro
- Ein 0,5l Bier kostet ca. 0,70Euro
- Eine Portion 'Pelmeni' (leckere Hackklösschen im Teigmantel), von der man auch satt wird kostet ab 2Euro
- Die Strassen sind sehr unterschiedlich, von katastrophal mit Schlaglöchern übersät bis zu bestem Asphaltbelag
- An den Ein- und Ausfallfallstrassen aller größeren Orte befinden sich Kontrollpunkte der Polizei, erkenntlich, wenn Schilder plötzlich - ohne erkennbaren Grund - die Hoechstgeschwindigkeit auf 10/20kmh runter regeln
- Treppenstufen sind lustigerweise generell extrem flach
- Es wird grundsätzlich gnadenlos vorgedrängelt, egal wo
- An Grenzübergängen dürfen Motorräder grundsätzlich links an der Warteschlange vorbei nach ganz vorne fahren (sehr praktisch !)
- Vernünftiges Kartenmaterial (in größeren Städten leicht zu bekommen) macht GPS zu 99% überflüssig
In der Summe unserer und der Erfahrungen anderer Biker, die wir trafen, kann man sagen, dass man einen deutlichen Unterschied in der Atmosphäre des europäischen und asiatischen Teil Russlands spüren kann. Die Polizisten im europäischen Teil sind wesentlich öfter versucht, ihr Gehalt mit dubiosen Anschuldigungen zu erhöhen, der Verkehr ist dichter und aggressiver, und die Menschen scheinen insgesamt ein wenig distanzierter zu sein (allerdings trotzdem noch lange nicht so anonym, wie man es von Deutschland oder vielen anderen westeuropäischen Staaten kennt !!). Im asiatischen Russland ist alles viel entspannter. Man wird zwar auch mehr oder weniger ständig angehalten, aber i.d.R. nur, um die Bikes zu begutachten und die üblichen Fragen zu stellen (welche Marke, wie viel ccm, wie schnell, wie teuer).
Generell kann man einen deutlichen Unterschied feststellen zwischen Russen, die man privat kennenlernt und Russen, an die man sich auf Behörden, in Dienstleistungsbetrieben oder sonst wo wendet/wenden muss. Erstere bringen sich i.d.R. fast um, in dem Bestreben einem zu helfen und gehen dabei weit über das (für uns !) normale Maß hinaus. Nicht selten ist es regelrecht beschämend, derart von vorne bis hinten bedient zu werden und dass einem alles abgenommen wird, so dass man nur noch dumm in der Gegend herum stehen kann. Zu Hause wäre es absolut undenkbar so etwas zu erleben!
Die zweite Gruppe hingegen benimmt sich eigenartiger- (und ärgerlicher-)weise meistens genau entgegengesetzt. Man steht am Schalter, fragt nach, oder bittet um etwas und wird zunächst einmal keines Blickes gewürdigt, geschweige denn sonst wie zur Kenntnis genommen. Ohne Russischkenntnisse geht sowieso gar nichts, auch nicht mit Händen und Füssen und den einfachsten englischen (= internationalen) Worten. Wenn man Glück hat, bekommt man nach dem dritten oder vierten Versuch eine abfällige, russische Antwort mit einem Fingerzeig in Richtung eines Ortes, wo man vielleicht (!) mehr Erfolg haben könnte.
Von der herablassenden Behandlung in dem russischen Konsulat in Ulaan Baatar will ich erst gar nicht anfangen!!
Ein freundliches Gesicht bekommt man überhaupt nur in seltensten Fällen zu sehen. Ein wirklich sehr merkwürdiger Kontrast zwischen privatem und öffentlichem Leben!!
Ihrer Neugier lassen die Russen grundsätzlich freien Lauf und starren ungeniert – aus nächster Nähe – auf alles Unbekannte/Seltene, wie z.B. Touristen mit ausländischen Motorrädern. Angenehmerweise fassen sie aber i.d.R. nichts an (allerdings haben wir von anderen auch schon Gegenteiliges gehört).

